Deutsche Studenten im europ??ischen Vergleich Langsam - aber gl??cklich

Wie schneiden deutsche Hochschulen im europ??ischen Vergleich ab? In vielen Punkten nicht besonders gut, wie eine Studie zeigt. Trotzdem sind Studenten hierzulande recht zufrieden.

Campus der Goethe-Universit??t in Frankfurt
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Campus der Goethe-Universit??t in Frankfurt


Weniger Dozenten, langsame Studenten: Deutsche Hochschulen stehen in einem europ??ischen Vergleich nicht besonders gut da. Zu diesem Ergebnis kommt das Centrum f??r Hochschulentwicklung (CHE) in einer aktuellen Auswertung. Trotzdem sind Studierende in Deutschland mit der Qualit??t der Lehre zufriedener als anderswo.

Die Analyse basiert auf Daten des internationalen Hochschulrankings "U-Multirank" aus dem vergangenen Jahr. Sie stammen von rund 1600 Hochschulen in mehr als 90 L??ndern, darunter 73 deutsche Hochschulen mit 330 Fachbereichen.

Die Fachleute des CHE stellten fest, dass das Verh??ltnis von Studierenden zu Lehrenden an deutschen Hochschulen schlechter ist als im europaweiten Schnitt. Nur knapp ein Drittel aller deutschen Fachbereiche hat eine ??berdurchschnittlich gute Betreuungsrelation. In ganz Europa ist das an fast jeder zweiten Hochschule der Fall.

Knapp ein Drittel der Fachbereiche in Deutschland schneidet sogar unterdurchschnittlich ab. Europaweit sind es dagegen nur 16 Prozent. Wie viele Studenten f??r ein gutes Betreuungsverh??ltnis h??chstens auf jeden Lehrenden kommen d??rfen, haben die CHE-Forscher in ihrer Studie nicht er??rtert.

Deutsche Studenten sind zufriedener

An vielen Standorten brauchen Studierende hierzulande au??erdem vergleichsweise lange f??r ihren Abschluss. Die Studie zeigt: In 47 Prozent der deutschen Fachbereiche schaffen ??berdurchschnittlich viele Studenten ihren Abschluss nicht innerhalb der Regelstudienzeit. Europaweit trifft das nur auf etwa 30 Prozent der Fachbereiche zu.

An knapp jeder zweiten europ??ischen Hochschule (46 Prozent) ist der Anteil der Abschl??sse in Regelstudienzeit dagegen ??berdurchschnittlich hoch. In Deutschland trifft das auf 26 Prozent der Fachbereiche zu. Wie lange deutsche Studierende f??r ihren Abschluss brauchen, geht aus der Auswertung nicht hervor.

Trotz allem sind die deutschen Studierenden zufriedener mit ihrer Studiensituation als Studierende in anderen L??ndern. An mehr als der H??lfte der Fachbereiche bewerten sie ihre Lernerfahrung als ??berdurchschnittlich gut, teilt das CHE mit. In Europa landet bei diesem Kriterium nur etwa ein Drittel der Fachbereiche in den Spitzengruppen.

Auch bei den Kriterien "Kontakt zu den Lehrenden", "Organisation der Studieng??nge" und "Qualit??t der Lehrveranstaltung" f??llt das Urteil der deutschen Studierenden insgesamt besser aus als im europ??ischen Vergleich.

lov/dpa



insgesamt 24 Beitr??ge
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Seite 1
interstitial 11.01.2019
1. Statistik....
Soso, in gesamt-Europa ist knapp die H??lfte ??berdurchschnittlich? Bahnbrechend. Knapp die H??lfte zu umfassen ist doch eine Eigenschaft des ??berdurchschnittlichen Bereichs jeder Verteilung? Thank you, Cpt. Obvious.
wk1603 11.01.2019
2. Ist langsamer vielleicht doch besser ?
Die Kriterien von CHE f??r eine "gute" Universit??t sind mal wieder atemberaubend. Es z??hlt nur die Zahl der Dozenten (nicht deren Qualit??t) und das Durchziehen eines Studiums in der Regelstudienzeit. All das wird dann vom Urteil der Studenten ad absurdum gef??hrt: "An mehr als der H??lfte der Fachbereiche bewerten sie ihre Lernerfahrung als ??berdurchschnittlich gut, ... " Hat vielleicht damit zu tun, dass langsamer lernen zu einem gr??sseren Lernerfolg f??hrt als den Bachelor in 6 Semestern durchzupauken. Wir m??ssen ja wieder nicht in die Zeiten zur??ck fallen, als eine Diplomarbeit gerne mal 2-3 Jahre dauerte, aber die 6 monatigen Masterarbeiten, f??hren schwerlich zu einem belastbaren wissenschaftlichen Resultat.
curiosus_ 11.01.2019
3. Nach der ausf??hrlichen Diskussion ??ber...
...die Vergleichbarkeit des deutschen bundesl??nderspezifischen Abiturs, bei der es deutliche Unterschiede zu geben scheint, fehlt in der Studie das Wichtigste: Wie sieht es mit der Vergleichbarkeit der Abschl??sse aus? Und, daraus abgeleitet: Wie sieht es mit der Effizienz aus? Also der Leistungsf??higkeit nach Studienabschluss geteilt durch die Studiendauer? Oder, multipliziert mit dem Studierenden zu Lehrenden-Verh??ltnis? Bei derartigen Studien habe ich immer das Gef??hl, dass ??pfel mit Birnen verglichen werden.
kreuzschnabel 11.01.2019
4. Haha, lustig
diese Fachleute von CHE. Sie beurteilen die Unis komplett entgegengesetzt als die Studenten. Schade, dass der Link zur CHE-Auswertung nicht funktioniert.
Newspeak 11.01.2019
5. ...
"geht aus der Auswertung nicht hervor." Ohne Zahlen ist so eine "Studie" nur eins. Sinnlos.
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