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28.06.2008
 

Vko-Marketing

Handy-Bauer verpassen Telefonen CO2-Alarm

Zwei europdische Firmen versprechen vollmundig Klarheit |ber die individuelle Belastung durch CO2 - per Handy-Sensor. Weniger anschaulich - aber daf|r sinnvoll - ist eine Software, die per Bewegungsprofil den persvnlichen CO2-Aussto_ abschdtzt.

Was soll das denn? Die italienische Firma CPS Group und das britische Mobilfunkunternehmen Blue Telephony k|ndigen an, einen billigen Sensor f|r Mobiltelefone zu entwickeln, der den CO2-Gehalt in der unmittelbaren Umgebung messen soll.

Porsche: Das CO2-Sp|r-Handy d|rfte hier wohl Kohlendioxidalarm geben
DDP

Porsche: Das CO2-Sp|r-Handy d|rfte hier wohl Kohlendioxidalarm geben

Warum man den Kohlendioxidgehalt |berhaupt messen sollte, beantworten die Firmen vage. Ihre Technik richte sich an "Konsumenten, die |ber die Luftqualitdt in ihrer Umgebung besorgt sind". Die Firmen versprechen zudem "Visualisierungstechniken, mit denen die gesammelten Daten auch f|r Laien verstdndlich dargestellt werden".

Allerdings werden die Schlagworte "CO2" und "Umweltbelastung" wohl eher eingesetzt, um den "besorgten Konsumenten" Appetit auf weitgehend unsinnige Technik zu machen.

Denn Kohlenstoffdioxid kann zwar durchaus in Konzentrationen auftreten, die f|r Menschen sogar tvdlich sein kvnnen. Aber diese Konzentrationen treten nur selten auf - in Weinkellern, Futtersilos, Brunnen oder Jauchegruben zum Beispiel.

Im Alltag der meisten Handy-Nutzer hat die Messung der CO2-Konzentration dagegen keinen praktischen Nutzen. Dass man Rdume, in denen Menschen beim Ausatmen die CO2-Konzentration leicht erhvhen, l|ften sollte, merkt man jedenfalls auch ohne Sensortechnik.

Das Konzept von der University of California hvrt sich dagegen zundchst etwas umstdndlicher an: Hier werden die vom GPS-Handy-Besitzer zur|ckgelegten Wege analysiert.

Aus dem Fortbewegungstempo und anderen Daten lassen sich so Anndherungswerte f|r den persvnlichen CO2-Aussto_ im Verkehr errechnen.

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Das System soll den Nutzer aber auch nicht durch einen scheinbar besonders exakt gemessenen Wert beruhigen. Die Software des Center for Embedded Networked Sensing (CENS) soll vielmehr einen sogenannten Personal Environmental Impact Report (PEIR) liefern.

Dieser individuelle Umweltbericht soll das Bewusstsein f|r alltdgliche Handlungsweisen schdrfen, um Entscheidungen f|r oder gegen ein Verkehrmittel auf eine solide Basis zu stellen.

Sascha Koesch / Fee Magdanz / Robert Stadler

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