??sterreich Bundesheer fliegt deutsche Sch??lergruppe per Helikopter aus

Dutzende Sch??ler aus dem nordrhein-westf??lischen Witten sa??en tagelang ohne Strom auf einer Alm fest. Jetzt hat das ??sterreichische Milit??r sie abgeholt.

Hubschrauber des ??sterreichischen Bundesheers (Symbolbild)
DPA/Peter Lechner/BUNDESHEER

Hubschrauber des ??sterreichischen Bundesheers (Symbolbild)


Das ??sterreichische Bundesheer hat eine gro??e Sch??lergruppe aus dem Ruhrgebiet von einer Alm ausgeflogen. Die Gruppe mit insgesamt 66 Menschen habe seit Samstag im Hochberghaus in Gr??nau im Almtal festgesessen, sagte B??rgermeister Wolfgang Bammer der ??sterreichischen Nachrichtenagentur APA. Zwei Hubschrauber seien im Einsatz gewesen.

Die Jugendlichen aus Witten waren f??r einen Skikurs nach Ober??sterreich gereist. Wegen der gro??en Lawinengefahr und der dadurch geschlossenen Lifte konnten sie aber nicht auf die Pisten. Schulleiter Erwin E??mann sprach im Sender WDR von einer "etwas anderen Skireise". Die Evakuierung per Helikopter sei die einzig richtige Entscheidung gewesen.

Bei dem abenteuerlichen Aufenthalt seien nach einigen Tagen Handy und Fernsehen nicht mehr verf??gbar gewesen, sagte Bammer. Lediglich ein Notstromaggregat habe das Haus noch mit Strom versorgt. "Endlich mal ohne Netz, so sitzen wir kuschelig bei Gesellschaftsspielen und Candlelight", schreiben die Sch??ler auf der Website ihrer Schule. Und: "Wir duschen im Schnee."

Schnee erschwert Arbeit der Piloten

Ein Sprecher des Bundesheeres sagte, dass es den Sch??lern der Gesamtschule Hardenstein nicht m??glich gewesen sei, mit Skiern abzufahren. Auch eine Bergung mit einer Pistenraupe oder ??hnlichem Ger??t sei nicht m??glich gewesen.

Auch in S??ddeutschland sind die Hubschrauber der Rettungskr??fte derzeit im Dauereinsatz. Die Schneemassen bedeuteten jedoch eine gro??e Herausforderung f??r die Retter, sagte ein Sprecher der ADAC-Luftrettung. Vor allem das Landen sei bei den momentanen Schneeverh??ltnissen schwierig. Denn die Hubschrauber w??rden im Landeanflug so viel Schnee aufwirbeln, dass die Piloten fast nichts mehr sehen k??nnten. Teilweise sei das Landen in steilen Gebieten gar nicht mehr m??glich. Die Retter m??ssten sich dann mithilfe von Seilwinden aus den Hubschraubern abseilen. Das seien gef??hrliche Eins??tze.

Schneepflug in die Isar gest??rzt - Fahrer stirbt

Nach einem Unfall in der N??he von Lenggries (Landkreis Bad T??lz-Wolfratshausen) kam der Fahrer eines Schneepflugs ums Leben, nachdem er mit seinem 18 Tonnen schweren Fahrzeug in die Isar gest??rzt war. Der 48-J??hrige zun??chst im Fahrerhaus eingeklemmte Mann war nach seiner Rettung laut Polizei noch in eine Spezialklinik nach Innsbruck geflogen worden, erlag dort aber seinen Verletzungen.

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Heftiges Winterwetter: Schnee, Schnee, Schnee

In ??sterreich haben die Einsatzkr??fte unterdessen die aktuelle Schneepause genutzt und Lawinen von den H??ngen abgesprengt. Dadurch kann etwa die Hochkar-Alpenstra??e ins Skigebiet Hochkar wieder freiger??umt werden, wie der B??rgermeister von G??stling, Friedrich Fahrnberger, erkl??rte. Wann der Skibetrieb dort wieder aufgenommen werden kann, ist nicht absehbar.

In der Steiermark konnten nach Erkundungstouren einige Stra??en zumindest zeitweise wieder ge??ffnet werden. Entlang der Pyhrnautobahn (A9) und vieler anderer Stra??en wurde der Schnee mithilfe von Hubschraubern von den B??umen geweht. Helikopter der ??sterreichischen Armee kamen daf??r zum Einsatz:

In der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck wappnet man sich derweil f??r m??gliche Lawinen an der Alpen-Nordkette. In den kritischen Gebieten liegen durch Schneef??lle und Verwehungen 4 bis 6,5 Meter Neuschnee, teilte das Land mit. Gr????ere Lawinen seien bisher nicht abgegangen, gr????ere Sprengungen aber auch nicht m??glich. F??r drei Stadtteile wurden Sicherheitsma??nahmen eingeleitet, die Bewohner in einigen Lawinengefahrenzonen sollen die T??ren und Fenster geschlossen halten und unn??tige Aufenthalte im Freien in den betroffenen Zonen vermeiden.

Dennoch sei die Lage nicht dramatisch, sagte Elmar Rizzoli, Amtsvorstand f??r Allgemeine Sicherheit, einer Mitteilung zufolge. M??gliche Lawinen w??rden die Stadtteile nicht unmittelbar bedrohen. Ausl??ufer, eine schwache Druckwelle oder eine Schneewolke, k??nnten aber bis in bewohnte Gebiete vordringen.

Am Donnerstag war in der Schweiz eine Lawine bis in ein Hotelrestaurant vorgedrungen und hatte mehrere Menschen verletzt. Insgesamt ist die Lawinengefahr in weiten Teilen der bayerischen Alpen Experten zufolge gesunken. F??r Freitag stufte der Lawinenwarndienst Bayern in M??nchen die Gefahr nur noch f??r die Berchtesgadener Alpen als hoch (Stufe 4) ein, das ist die zweith??chste von f??nf Gefahrenstufen. Auch in weiten Teilen ??sterreichs ging die Lawinengefahr leicht zur??ck. In den am st??rksten vom enormen Schneefall der vergangenen Tage betroffenen Gebieten galt am Freitag meist Warnstufe 4.


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In der Nacht zum Sonntag soll es in Bayern wieder stark schneien. Gro??e Tiefausl??ufer bringen dann laut Prognose des Deutschen Wetterdienstes kr??ftigen Schneefall in den Alpenraum und den Bayerischen Wald.

apr/dpa



insgesamt 4 Beitr??ge
Alle Kommentare ??ffnen
Seite 1
brathbrandt 11.01.2019
1.
Komplement an unseren Nachbarn: Die haben Hubschrauber, die fliegen. Etwas Entwicklungshilfe von den lieben ??sis h??tten wir bitter n??tig.
schradinho 11.01.2019
2. Dank an das Bundesheer
Gru?? und Dank an die Nachbarn aus ??sterreich! Diese Reise wird allen Sch??lern immer in Erinnerung bleiben.
larslindemann 11.01.2019
3.
""Endlich mal ohne Netz, so sitzen wir kuschelig bei Gesellschaftsspielen und Candlelight", schreiben die Sch??ler auf der Website ihrer Schule." Das entbehrt nicht einer gewissen Tragik...
Shiva25 11.01.2019
4. Es passt....!
Zitat von brathbrandtKomplement an unseren Nachbarn: Die haben Hubschrauber, die fliegen. Etwas Entwicklungshilfe von den lieben ??sis h??tten wir bitter n??tig.
Allgemein bekannt, dass man in ??sterreich besser mit Schnee umgehen kann. Die an der Grenze im 4-L??nder-Eck sind froh, wenn die Stra??en in A gut ger??umt werden. Gestern Lindau eingeschneit, heute gro??e Diskussionen in der Stadt, wer nun die Schuld hat. Bregenz: nachts noch fuhren die R??umfahrzeuge, gleich 4 in einer Stra??e. Heute wurde der Schnee schon auf viele LKWs gepackt und aus der Stadt gefahren. Wenn noch mehr kommt oder gar Regen, w??re das mit den Schneehaufen an den Stra??en nicht gut. In Lindau kann man dann wohl mit einem Kanu durch die Gassen fahren.
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