Washington - F|nf Millionen Dollar soll die Sprengung des K|hlturms des nordkoreanischen Atomreaktors Yongbyon insgesamt gekostet haben. Wie viel davon die US-Regierung bezahlt hat, dar|ber schweigt sie sich aus. Ger|chteweise sollen es 2,5 Millionen Dollar gewesen sein, wie aus informierten Kreisen in Washington zu hvren war. Die Hvhe der Beteiligung stv_t laut der "New York Times" vor allem in konservativen Kreisen der USA auf Unmut. Sie halten die Summe f|r zu hoch - auch, weil es immer noch Zweifel an der Glaubw|rdigkeit Pjvngjangs gibt.
Die Zerstvrung des 30 Meter hohen Turms als sichtbarstes Zeichen des umstrittenen nordkoreanischen Atomprogramms war am Freitag weltweit im Fernsehen |bertragen worden. In dem knapp hundert Kilometer nvrdlich von Pjvngjang gelegenen Reaktorkomplex wurde Plutonium f|r ein Atomwaffenprogramm hergestellt. Nach erfolgreichen Sechs-Nationen-Gesprdchen zwischen Nordkorea, den USA, China, S|dkorea, Japan und Russland wurde die Anlage im vergangenen Juli abgeschaltet. Im Gegenzug handelte Nordkorea Hilfen f|r seine notleidende Bevvlkerung aus.
Weltweit zur|ckhaltende Reaktionen
Das stalinistisch gef|hrte Land hatte bereits am Donnerstag in Peking detaillierte Informationen zu seinem Atomprogramm |bergeben - und damit eine zentrale Forderung aus den internationalen Gesprdchen erf|llt. US-Prdsident George W. Bush k|ndigte daraufhin eine Aufhebung von Handelssanktionen an und stellte eine Streichung Nordkoreas von der Liste der Terrorstaaten in Aussicht. Bush hatte Nordkorea noch vor wenigen Jahren als Teil der "Achse des Bvsen" bezeichnet.
Die internationale Gemeinschaft und auch viele US-Politiker reagieren allerdings zur|ckhaltend auf die Fortschritte. Die Au_enminister der G-8-Staaten begr|_ten die Erkldrung Nordkoreas zwar als ersten Schritt eines langwierigen Prozesses, aber: "Wir wissen, dass Nordkorea schon hdufiger seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen ist", sagte US-Au_enministerin Condoleezza Rice. Die Erkldrung lasse weiterhin einige Fragen offen, zum Beispiel zur Urananreicherung in Nordkorea. Es wird angenommen, dass Pjvngjang noch |ber ausreichend radioaktives Material verf|gt, um sechs bis zehn Atombomben herzustellen.
sam/AFP
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