Freitag, 3. September 2010

Politik



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28.06.2008
 

Umstrittene Stichwahl

Simbabwes Opposition kritisiert Uno-Sicherheitsrat

Sie f|hlen sich im Stich gelassen: Die Opposition in Simbabwe hat den Uno-Sicherheitsrat nach den umstrittenen Wahlen scharf angegriffen. Die internationale Gemeinschaft sei durch ihr Schweigen mitverantwortlich f|r die Repressionen.

Harare - Sie haben die Wahlen verurteilt, sie aber nicht f|r unrechtmd_ig erkldrt: Die simbabwische Opposition hat die Haltung des Uno-Sicherheitsrats zu der umstrittenen Prdsidentschaftswahl in Simbabwe scharf kritisiert. "Wir hdtte von der internationalen Gemeinschaft erwartet, dass sie diese sogenannte Wahl als unrechtmd_ig bezeichnet", sagte der Sprecher der oppositionellen Bewegung f|r einen demokratischen Wandel (MDC), Nelson Chamisa, der Nachrichtenagentur AFP. Die internationale Gemeinschaft sei damit indirekt f|r die Repressionen in Simbabwe verantwortlich.

Prdsident Mugabe bei Stimmabgabe: "Diebstahl der Demokratie"
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DPA

Prdsident Mugabe bei Stimmabgabe: "Diebstahl der Demokratie"

Trotz weltweiter Proteste hatte sich Amtsinhaber Robert Mugabe am Freitag als einziger Kandidat zur Wahl gestellt. Oppositionsf|hrer Morgan Tsvangirai, der noch in der ersten Runde vor knapp drei Monaten die meisten Stimmen erhalten hatte, zog seine Kandidatur wegen massiver Gewalt und Einsch|chterung seiner Anhdnger zur|ck.

Der Uno-Sicherheitsrat hatte die zweite Runde der Prdsidentschaftswahl am Freitag deshalb zwar verurteilt. S|dafrika verhinderte jedoch, dass der Urnengang f|r unrechtmd_ig erkldrt wurde. Chamisa bezeichnete S|dafrikas Prdsidenten Thabo Mbeki deshalb als Komplizen beim "Diebstahl der Demokratie" in Simbabwe. Mbeki lasse die Bevvlkerung in Simbabwe im Stich, indem er als "Schutzschild f|r einen Schurkenstaat dient", kritisierte Chamisa. Mbeki vermittelt im Auftrag der S|dafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC) in der politischen Krise in Simbabwe.

Auch international stie_ die Stichwahl ohne Gegner auf Kritik: Der britische Premierminister Gordon Brown hat die Stichwahl in Simbabwe als "neuen Tiefpunkt" f|r den s|dafrikanischen Staat bezeichnet. Die Weltgemeinschaft lehne "das illegitime Regime des Robert Mugabe" ab, sagte Brown. Er forderte die afrikanischen Staaten auf, Mugabes Herrschaft ein Ende zu setzen. Der bevorstehende Gipfel der Afrikanischen Union sei "eine Chance, dem simbabwischen Volk die Hoffnung zur|ckzugeben". "Letztlich wird die Demokratie siegen", f|gte Brown hinzu.

sam/AFP/AP

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