Hamburg - Obermann verteidigte sein persvnliches Vorgehen, nachdem er im August 2007 von einem T-Mobile-Mitarbeiter |ber einen ersten Datenmissbrauchsfall unterrichtet worden war. Eine Unterrichtung der Staatsanwaltschaft sei nach "damaligem Kenntnisstand" nicht notwendig gewesen. Dar|ber, so Obermann, "waren wir uns im Vorstand einig".
Auch eine Entschuldigung bei den Betroffenen f|r das "vvllig inakzeptable Verhalten der Telekom" sei erst jetzt mvglich gewesen, so Obermann dem SPIEGEL.
"Wir mussten damals auf Basis der vorliegenden Informationen von einem Einzelfall ausgehen, den wir nat|rlich hdtten vffentlich machen kvnnen", verteidigte sich der Telekom-Chef in seinem ersten gro_en Interview seit Bekanntwerden der Affdre. "Das wdre vielleicht meinem Renommee zutrdglich gewesen, hdtte der Firma und ihren Mitarbeitern aber massiv geschadet, und wir hdtten nicht so schnell Konsequenzen ziehen kvnnen. Vor diesem Hintergrund war der eingeschlagene Weg der richtige."
Sollte sich im Laufe der Ermittlungen bestdtigen, dass weitere Journalisten, Manager oder Aufsichtsrdte bespitzelt wurden, will sich Obermann "im Namen des Unternehmens" auch bei denen persvnlich entschuldigen. "Jetzt nur allgemeine Floskeln vorzubringen, ohne zu wissen, wer eventuell noch betroffen war, macht f|r mich keinen Sinn."
Zugleich bekrdftigte der Vorstandschef: "Wir brauchen alle mehr Zivilcourage. Mitarbeiter m|ssen wissen, dass es richtig ist, Anweisungen von Vorgesetzten hinterfragen zu d|rfen und im Zweifelsfall auch abzulehnen", so Obermann.
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