Freitag, 3. September 2010

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30.07.2010
 

Ldnder|bersicht

So viel Rente gibt es in West und Ost

Dltere Damen an einem See in Bayern: Unter 500 Euro im Monat
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DDP

Dltere Damen an einem See in Bayern: Unter 500 Euro im Monat

Wie viel bekommt ein Rentner durchschnittlich in Bayern und wie viel in Sachsen-Anhalt? Eine \bersicht der Deutschen Rentenversicherung zeigt: Die Unterschiede sind gewaltig - zwischen Ost und West sowie zwischen Mdnnern und Frauen.

Hamburg - Die reichsten Rentner leben im Saarland, die drmsten Rentnerinnen ebenfalls. Das geht aus einer aktuellen \bersicht der Deutschen Rentenversicherung hervor. Demnach bezog ein Saarldnder im Ruhestand im Jahr 2008 eine durchschnittliche Rente in Hvhe von 1119 Euro. Eine Rentnerin aus dem Saarland kam in demselben Zeitraum mit 390 Euro wesentlich schlechter weg.

Doch nicht nur im Saarland sind die Unterschiede so gro_, auch in allen anderen Bundesldndern beziehen Frauen eine im Schnitt sehr viel niedrigere Rente. Wdhrend gut die Hdlfte der Frauen im Westen Ende 2008 eine Rente unterhalb von 450 Euro bezog, lag dieser Anteil bei den Mdnnern mit etwa 18 Prozent wesentlich niedriger. Umgekehrt erreichte nur ein Zehntel der Frauen eine Rentenhvhe von mehr als 900 Euro, wdhrend der Gro_teil der Mdnner (58,6 Prozent) oberhalb dieser Grenze lag.

Die Hvhe der Ruhestandgelder aus der gesetzlichen Versicherung hdngt zentral von der fr|heren Stellung im Erwerbsleben ab. Wer lange versicherungspflichtig gearbeitet und viel verdient hat, erzielt eine hvhere Rente als Arbeitnehmer, die nur wenige Beschdftigungsjahre aufweisen oder wenig verdient haben.

Die meisten Frauen haben zu DDR-Zeiten voll gearbeitet

So driften die Ruhestandsgelder auch zwischen Ost und West stark auseinander. In den neuen Bundesldndern liegen die Rentenhvhen der Frauen zwar auch mehrheitlich unter denen der Mdnner, der Unterschied ist aber nicht ganz so gro_, weil die meisten Frauen zu DDR-Zeiten voll gearbeitet haben. Renten unterhalb von 450 Euro beziehen 13,1 Prozent der Frauen und 2,5 Prozent der Mdnner.

Sehr hohe Renten von monatlich 1500 Euro und mehr erreicht in Deutschland nur eine kleine Gruppe von Mdnnern, wobei ihr Anteil in den alten Bundesldndern mit rund zehn Prozent doppelt so hoch ist wie in den neuen Bundesldndern (5,3 Prozent).

So viel Rente gibt es im Schnitt (in Euro)
Bundesland Mdnner Frauen
Baden-W|rttemberg 1055,39 516,05
Bayern 983,41 496,12
Berlin 1039,27 684,06
Brandenburg 1035,67 677,38
Bremen 1044,16 507,53
Hamburg 1069,70 596,02
Hessen 1051,61 493,95
Mecklenburg-Vorpommern 1000,65 652,84
Niedersachsen 1024,05 459,31
Nordrhein-Westfalen 1118,28 457,83
Rheinland-Pfalz 1013,52 429,57
Saarland 1119,18 390,32
Sachsen 1059,04 682,58
Sachsen-Anhalt 1031,79 649,76
Schleswig-Holstein 1017,89 482,99
Th|ringen 1030,28 669,74
Bundesdurchschnitt 1049,27 528,23
Quelle: Deutsche Rentenversicherung. Angaben f|r gesetzl. Altersrenten, Stand: 31.12.2008

yes/ddp

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Die Rentengarantie wurde 2009 von der Gro_en Koalition beschlossen. Die Schutzklausel sieht vor, dass Rentenk|rzungen in wirtschaftlich schwachen Zeiten ausgeschlossen sind. Mit der gesetzlichen Garantie wird sichergestellt, dass die Renten in Deutschland auch dann stabil bleiben, wenn die Lvhne sinken sollten. Rentner werden somit vor sinkenden Altersbez|gen gesch|tzt.

Die damalige Bundesregierung hatte f|r 2010 und die Folgejahre keine Lohnsenkungen erwartet. Die Rentengarantie war daher eine reine Vorsichtsma_nahme. Das Gesetz war eine Reaktion auf eine Debatte |ber mvgliche Rentenk|rzungen im Jahr 2010.

DIE BERECHNUNG DER RENTENSTEIGERUNG

Lohn der Arbeitnehmer

Das Prinzip der dynamischen Rente besagt, dass die Rentner vom steigenden Wohlstand der Arbeitnehmer proftieren sollen. Deshalb steigen die Bez|ge der dlteren Generation grundsdtzlich um den gleichen Prozentsatz, mit dem sich auch der Durchschnittslohn je Arbeitnehmer im Vorjahr erhvht. Vereinfacht gesagt: Verdient ein durchschnittlicher Arbeitnehmer dank Lohnererhvhungen zwei Prozent mehr, erhvht sich auch die Rente entsprechend. Allerdings wurden in den vergangenen Jahren zwei Faktoren eingef|hrt, die den Rentenanstieg bremsen.

Riester-Faktor

Nachhaltigkeitsfaktor

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DIE SDULEN DES SOZIALSYSTEMS

Arbeitslosenversicherung

Jeder Arbeitnehmer in Deutschland ist Pflichtmitglied der Arbeitslosenversicherung. Die Hauptleistung der Versicherung ist das Arbeitslosengeld I (ALG I), das einen Teil des ehemaligen Nettoeinkommens ersetzt und bis zu ein Jahr nach Verlust einer Stelle gezahlt wird. F|r dltere Arbeitslose gelten Ausnahmen. Lduft die Zahlung des ALG I aus, ohne dass eine neue Stelle gefunden wurde, wird anschlie_end Arbeitslosengeld II (ALG II) gezahlt. Das Instrument - auch bekannt als Hartz IV - wurde im Jahr 2005 geschaffen, als die ehemalige Arbeitslosen- und Sozialhilfe zusammengelegt wurden. Der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung betrdgt derzeit 2,8 Prozent des Bruttolohns. Dieses Niveau ist bis Ende 2010 gesetzlich festgelegt. Arbeitgeber zahlen diesen Satz auch f|r jeden Beschdftigten.

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