Nach Spotify-Beschwerde EU-Kommission will Apple auf marktbeherrschende Stellung pr??fen

Der Streamingdienst Spotify sieht sich in Apples App Store benachteiligt. Das ruft die EU-Kommission auf den Plan: Die Wettbewerbskommissarin will die Sache pr??fen und droht mit Strafen.

Margrethe Vestager (Archivbild)
DPA

Margrethe Vestager (Archivbild)


EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager will pr??fen, ob Apple eine marktbeherrschende Stellung zugeschrieben werden kann. Anlass ist eine Beschwerde des Musikstreamingdiensts Spotify. "Wir m??ssen in diesem Zusammenhang die Rolle von Apple und von Apples App Store untersuchen", sagte Vestager dem "Tagesspiegel".

Spotify prangerte unter anderem an, dass es bei Abo-Abschl??ssen auf dem iPhone - wie auch bei anderen In-App-K??ufen auf der Plattform - ??blicherweise 30 Prozent der Erl??se an Apple abgeben muss. Apple habe dadurch einen Vorteil bei der Preisbildung seines eigenen Musikstreamingangebots Apple Music.

"Falls wir zu der Auffassung kommen, dass sie eine marktbeherrschende Stellung haben, w??re der Fall vergleichbar mit unserem Verfahren gegen Google", sagte Vestager. F??r Google stellte die Kommission eine marktbeherrschende Stellung fest, weil der Konzern in Europa einen Anteil von rund 90 Prozent bei der Internetsuche hat - und sein Smartphone-Betriebssystem Android in etwa 80 Prozent der verkauften Telefone l??uft.

Im Fall von Apple ist die Situation anders: Die iPhones etwa haben nur einen Anteil von rund 15 Prozent am Smartphone-Absatz. Allerdings l??sst Apple Apps nur aus seiner hauseigenen Plattform auf die Ger??te herunterladen - und kontrolliert damit nach Auslegungen einiger Experten den Markt f??r iPhone-Apps.

"Wir haben eine Plattform, die Kunden zu verschiedenen Anbietern leitet, und dann beginnt die Plattform, solche Gesch??fte selbst zu machen, also selbst zum Anbieter zu werden", sagte Vestager. Das sei ein Muster, "das wir schon kennen". "Und es betrifft eine Kernfrage des Wettbewerbsrechts, n??mlich: Wie geht man mit Internetplattformen um?"

Die EU-Kommission hatte 2017 ein Bu??geld von 2,42 Milliarden Euro gegen Google verh??ngt, weil Google aus Sicht der Wettbewerbsh??ter Preissuchmaschinen benachteiligt hatte - zum Vorteil seiner eigenen Shoppingsuche.

kko/dpa



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.