Mobilfunk EU f??rchtet staatlich gewollte??Hackerangriffe auf 5G

Der Name Huawei taucht in einem Bericht der EU-Mitgliedstaaten zum 5G-Aufbau nirgends auf. Doch ihre Risikobewertung ist reich an Anspielungen auf den chinesischen Netzwerkausr??ster.

Gravierende Schwachstellen? 5G bereitet EU-L??ndern
Aly Song/REUTERS

Gravierende Schwachstellen? 5G bereitet EU-L??ndern


Die EU-Mitgliedstaaten f??rchten, die k??nftige Abh??ngigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft vom Mobilfunkstandard 5G k??nne die Konsequenzen von Netzwerkst??rungen "signifikant verschlimmern". Die gr????te Gefahr gehe dabei von staatlichen oder staatlich unterst??tzten Akteuren aus. Denn sie "k??nnen die Motivation, Absicht und vor allem die F??higkeit haben, dauerhafte und ausgefeilte Angriffe auf die Sicherheit von 5G zu f??hren". So steht es in einem Bericht, den die EU-Kommission am Mittwoch ver??ffentlicht hat.

Der Bericht fasst die Einsch??tzungen der Mitgliedstaaten zusammen, die Kommission wollte damit eine EU-weite Risikobewertung durchf??hren. Die Einsch??tzung der Bundesregierung hatte Netzpolitik.org bereits im August ver??ffentlicht. Die Europ??ische Agentur f??r Informationssicherheit (Enisa) soll die Einsch??tzungen noch durch ein in den technischen Details ausf??hrlicheres Papier erg??nzen, bis Jahresende sollen daraus dann Empfehlungen f??r den Aufbau sicherer 5G-Netze in Europa entstehen.

Insgesamt bef??rchten die EU-Staaten, dass staatliche oder von Regierungen unterst??tzte Hacker "gro??fl??chige Ausf??lle oder St??rungen von Telekommunikationsdiensten verursachen" k??nnten, "indem sie nicht-dokumentierte Funktionen ausnutzen oder kritische Infrastrukturen wie die Stromversorgung angreifen".

Warnung auch vor organisierter Kriminalit??t und "Cyberterroristen"

Au??erdem hei??t es im Bericht: "Mehrere Mitgliedstaaten haben festgestellt, dass gewisse Nicht-EU-Staaten eine bestimmte Cyberbedrohung ihrer nationalen Interessen darstellen, basierend auf fr??heren Angriffsmethoden oder der Existenz eines offensiven Cyberprogramms von Drittstaaten, das gegen sie gerichtet ist."

Dem Bericht zufolge k??nnen auch Auftragnehmer oder Insider - etwa von Netzwerkbetreibern oder deren Zulieferern - als potenzielle Bedrohungen angesehen werden. Schlie??lich k??nnten sie von einer Regierung ausgenutzt werden, "um Zugang zu kritischen Bestandteilen" zu erlangen.

Weitere gef??hrliche Akteure seien Gruppen aus der organisierten Kriminalit??t, Unternehmen, die sich vom Diebstahl geistigen Eigentums einen Wettbewerbsvorteil versprechen, sowie "Cyberterroristen".

Netzbetreiber sollen sich nicht auf einen einzelnen Ausr??ster verlassen

Viele der Bedrohungsszenarien w??rden auch schon f??r die bestehenden Mobilfunknetzwerke gelten, stellt der Bericht klar. Weil 5G aber "zu gro??en Teilen auf Software basieren wird, k??nnten gravierende Schwachstellen es Angreifern erleichtern, Hintert??ren in Produkte einzuf??gen".

Wer mit staatlichen oder staatlich unterst??tzten Akteuren gemeint ist, wird im Bericht nicht erl??utert. Die Bef??rchtungen mancher Regierungen, China k??nne die Netzwerkausr??ster Huawei und ZTE zu Spionage und Sabotage zwingen, lassen sich nur indirekt herauslesen, das aber an mehreren Stellen. So hei??t es etwa, Zulieferer und Ausr??ster k??nnten von Nicht-EU-Staaten gesteuert werden,

Nach Ansicht mancher Experten trifft all das auf Huawei zu. Beweise f??r staatlich gesteuerte Spionage durch Huawei gibt es jedoch keine. Dennoch warnen die EU-Staaten davor, sich beim Aufbau der 5G-Netze auf einzelne Ausr??ster zu verlassen.

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insgesamt 30 Beitr??ge
Alle Kommentare ??ffnen
Seite 1
peteftw 09.10.2019
1. Nicht-EU?
"So hei??t es etwa, Zulieferer und Ausr??ster k??nnten von Nicht-EU-Staaten gesteuert werden, -wenn es ohnehin starke Verbindungen zwischen der Regierung und dem jeweiligen Unternehmen gebe, -wenn die Gesetze des entsprechenden Landes es erlauben, wenn bestimmte Eigent??merstrukturen bei einem Unternehmen vorliegen -oder wenn die Regierung Druck auf das Unternehmen aus??ben kann." Tja, trifft alles auf die USA und Cisco u.a. zu. Es ist nachgewiesen, dass US-amerikanische Unternehmen der NSA im Zweifel zuarbeiten m??ssen, die Gesetze geben das ebenfalls her. F??r Huawei ist das lediglich eine Vermutung ohne Belege.
Klaus's Meinung 09.10.2019
2. Europ??ische Hersteller
wie Nokia und Ericsson bieten genau so Netzwerktechnik an. Ich verstehe nicht weshalb Chinesische Technik in Frage kommt. Nur um ein paar EUR zu sparen ?
Circular 09.10.2019
3. Die chinesischen Hersteller sind nicht billiger
Zitat von Klaus's Meinungwie Nokia und Ericsson bieten genau so Netzwerktechnik an. Ich verstehe nicht weshalb Chinesische Technik in Frage kommt. Nur um ein paar EUR zu sparen ?
aber deutlich besser, als die US-Amerikaner oder die Europ??er. Die Chinesen sind seit geraumer Zeit auch f??hrend bei der Normenentwicklung.
brutus972 09.10.2019
4. Da brauchen wir uns keine Gedanken zu machen,
denn bis das 5G bei uns richtig funktioniert, ist auch der BER fertig und es gibt weltweit schon 7G. Ich war gestern an verschiedenen kleinen Flugh??fen in Hessen, da war das Schnellste 3G mit 2 Balken. Wenn wir kein deutschlandweites Roaming bekommen, wird das nix.
majonga 09.10.2019
5. China?
n??, lieber lasse ich mich von "unseren Freunden" abh??ren anstatt von China... Es ist mir sowieso ein R??tsel warum der kapitalistische Westen, deren Reichtum von Gleichheit, Freiheit und Gleichberechtigung Fu??t, Gesch??fte mit China macht. Wenn ich an China denke, kommen mir nur Unterdr??ckung, Armut, aggressive Politik gg?? seinen Nachbarn und Stasi-Methoden in den Kopf... Noch dazu die Raubkopien in den Grosskonzernen und was die chinesischen Investoren hier in Deutschland agieren. Dass die oben angef??hrten Punkte auch im Westen vorkommen ist klar, aber der Westen ist gg?? seinen B??rgern und B??rgerinnen mit einer gewissen Empathie verbunden...
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