WikiLeaks-Mitgr??nder festgenommen Ecuadors Pr??sident wirft Assange Spionage vor

Len??n Moreno sagt, Julian Assange habe in der Londoner Botschaft von Ecuador ein "Zentrum f??r Spionage" einrichten wollen. Dass es einen Deal mit den USA zum WikiLeaks-Mitgr??nder gebe, weist der Staatschef Ecuadors zur??ck.

Ecuadors Pr??sident Len??n Moreno
Dolores Ochoa/AP

Ecuadors Pr??sident Len??n Moreno


Ecuadors Pr??sident Len??n Moreno hat erneut den Entzug des politischen Asyls f??r WikiLeaks-Gr??nder Julian Assange verteidigt. Moreno sagte der Zeitung "The Guardian", Assange habe versucht, in der ecuadorianischen Botschaft in London ein "Zentrum f??r Spionage" einzurichten.

Offenbar spielte Moreno auf die Rolle von WikiLeaks im US-Pr??sidentschaftswahlkampf 2016 an. Die Plattform ver??ffentlichte damals Tausende E-Mails aus dem Lager der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton.

US-Beh??rden gehen davon aus, dass die E-Mails von russischen Geheimdiensthackern heruntergeladen und WikiLeaks zugespielt wurden. Diesen Aspekt hat auch FBI-Sonderermittler Robert Mueller in seinem Abschlussbericht ??ber die vermutete russische Einmischung bei der von Donald Trump gewonnenen Pr??sidentenwahl festgehalten.

"Respektieren die Politik aller anderen Staaten"

Moreno sagte, die Vorg??ngerregierung in Quito habe zugelassen, dass von der Botschaft aus in die "Prozesse anderer Staaten" eingegriffen werde. "Jeder Versuch der Destabilisierung ist eine verwerflicher Tat f??r Ecuador, denn wir sind eine souver??ne Nation und respektieren die Politik aller anderen Staaten", hei??t es.

Im Video: Analyse zur Verhaftung von Julian Assange

CNN; SPIEGEL ONLINE

Assange habe zudem Botschaftsmitarbeiter schlecht behandelt, sagte Moreno. Die Anw??ltin des Australiers, Jennifer Robinson, wies das zur??ck. Dem Sender Sky sagte sie, Ecuador habe "einige ziemlich haarstr??ubende Anschuldigungen" ge??u??ert, um der britischen Polizei zu erm??glichen, in die Botschaft zu kommen und ihren Mandanten festzunehmen.

Der Entzug des Asyls sei nicht willk??rlich erfolgt, sondern fu??e auf internationalem Recht, sagte Len??n Moreno. Er will eine schriftliche Zusage von Gro??britannien erhalten haben, dass Assange nicht ausgeliefert werde, wenn ihm die Todesstrafe drohe.

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Den Vorwurf seines Amtsvorg??ngers Rafael Correa, der Entzug des Asyls sei Teil eines Deals mit den USA zum Schuldenerlass f??r Ecuador, wies Moreno zur??ck: "Zu keiner Zeit war der Status von Assange Teil von Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten".

Assange war am Donnerstag nach sieben Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London festgenommen worden. Die Regierung in Quito hatte zuvor das politische Asyl f??r den 47-j??hrigen Australier aufgehoben, der wegen der Ver??ffentlichung geheimer US-Dokumente vielen in den USA als Staatsfeind gilt. Assanges Anw??lte wollen nun eine Auslieferung des WikiLeaks-Gr??nders an die USA verhindern.

pbe/dpa



insgesamt 32 Beitr??ge
Alle Kommentare ??ffnen
Seite 1
senkfuss 15.04.2019
1. Recht hat er, der Moreno
Wer hinterlistig US-amerikanische Kriegsverbrechen aufdeckt, der missbraucht auch equadorianisches Asyl in dem er per stille Post und unsichtbarer Tinte einen Spionagering aufbaut. Und dass, ohne Internet, Telefon und unter st??ndiger Kamera??berwachung in einem kleinen Zimmerchen. Zum Gl??ck wurde Assange ruck-zuck in 15 Minuten von einem britschen Gericht verknackt. Jetzt kann der Pranger auf die Reise gehen: Einmal nach Schweden und dann in die USA. Unterwegs ist das Volk angehalten den ??belt??ter rechlich mit faulem Obst und Kot zu bewerfen.
steing??rtner 15.04.2019
2. Hier noch ein paar Hintergr??nde
https://www.freitag.de/autoren/steffen-kraft/leck-bei-wikileaks
Proggy 15.04.2019
3. Assange - ein gefragter Mann
Wenn Assange erst einmal im UK vor Gericht steht (gegen gibt dort auch Anklagen) und ggf. die Strafe abgeleistet hat, wird es wohl nach Schweden gehen, wo sich zur Zeit mind. ein weibliches Opfer um Wiederaufnahme bem??ht und nach der zu erwartenden Strafe geht es ab nach USA. Assanges Gl??ck ist, dass die Regierung Trump nicht so hinter ihm her ist, wie Obama es seinerzeit war - Trump ist Assange auch eher verpflichtet wg. Assanges 'Wahlhilfe'. Was Equador noch von Assange einfordern wird, bleibt ebenfalls spannend. Die Medien scheinen mittlerweile erkannt zu haben, was 'hinter' der Assange-Fassade steckt. Lange genug hat es ja gedauert. From hero to zero
go-west 15.04.2019
4. Harte Kante zeigen
gegen alle Zuarbeiter von Putin??s Russland, egal ob es sich um Assange oder Snowden handelt. Wer f??r solche Regimes arbeitet und gleichzeitig dem Westen schadet, mu?? ganz klar mit den Konsequenzen konfrontiert werden und daf??r bezahlen.
Eronica 15.04.2019
5. ??berschrift
Das war keine Spionage. Es gibt kein Recht gegen die Verfassung zu versto??en, sondern das Verfassungsrecht sind mit allen Mitteln zu sch??tzen. Es gibt kein Recht darauf Kinder/Unschuldige zu t??ten(Menschenrechte) .
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