Nato-Partner Trump erw??gt, US-Truppen von Deutschland nach Polen zu verlegen

Bei einem Treffen mit Polens Pr??sident kritisiert Donald Trump erneut die deutschen R??stungsausgaben - und stellt Warschau eine Erh??hung der Truppenpr??senz in Aussicht.

Donald Trump (r.) und Andrzej Duda in Washington: Lob vom US-Pr??sidenten
Jacquelyn Martin / AP

Donald Trump (r.) und Andrzej Duda in Washington: Lob vom US-Pr??sidenten


Polen baut nach Angaben von US-Pr??sident Donald Trump auf eigene Kosten eine Basis f??r rund tausend amerikanische Soldaten. "Die polnische Regierung wird daf??r bezahlen", sagte Trump bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem polnischen Amtskollegen Andrzej Duda im Wei??en Haus.

Nach Dudas Angaben sind derzeit rund 4500 US-Soldaten in Polen stationiert. Vor der Pressekonferenz hatte Trump beim Treffen mit Duda gesagt, es sei geplant, die US-Truppenpr??senz in Polen zu erh??hen. Im Gespr??ch seien demnach 2000 zus??tzliche US-Soldaten. Eine abschlie??ende Entscheidung dar??ber sei aber noch nicht gefallen.

Trump betonte, es w??rden keine zus??tzlichen Truppen geschickt, sondern es gehe darum, innerhalb Europas Truppen zu verlegen - aus Deutschland oder von anderen Orten. Der US-Pr??sident sprach von 52.000 derzeit in Deutschland stationierten US-Soldaten. Tats??chlich bezieht sich diese Zahl nach Angaben der US-Botschaft in Berlin aber auf alle Soldaten plus die zivilen amerikanischen Mitarbeiter der US-Streitkr??fte in Deutschland. Die Zahl der hierzulande stationierten US-Soldaten betr??gt rund 35.000.

Erneute Kritik an deutschen R??stungsausgaben

Der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, hatte im vergangenen September verk??ndet, dass die Truppen um 1500 Soldaten aufgestockt werden sollen. Sie sind aber noch nicht da.

Melania und Donald Trump blicken neben Andrzej Duda und dessen Frau Agata Kornhauser-Duda in den Himmel ??ber dem Wei??en Haus: Dort flog anl??sslich des Besuchs aus Polen ein F-35-Jet
Alex Brandon/ AP

Melania und Donald Trump blicken neben Andrzej Duda und dessen Frau Agata Kornhauser-Duda in den Himmel ??ber dem Wei??en Haus: Dort flog anl??sslich des Besuchs aus Polen ein F-35-Jet

Trump wiederholte seine Kritik an den seiner Ansicht nach zu niedrigen Verteidigungsausgaben Deutschlands. Berlin komme seinen Verpflichtungen innerhalb der Nato nicht nach, sagte er. "Deutschland steht bei einem Prozent, sie sollten bei zwei Prozent sein." Gemeint ist der Anteil der Milit??rausgaben am deutschen Bruttoinlandsprodukt (BIP).

Im Mai hatte Deutschland der Nato den gr????ten Anstieg der Verteidigungsausgaben seit Jahrzehnten gemeldet. Die Bundesregierung rechnet im laufenden Jahr mit f??r das B??ndnis relevanten Ausgaben in H??he von gut 47 Milliarden Euro. Das entspr??che einem Plus von mehr als f??nf Milliarden Euro im Vergleich zu 2018 und einem Anteil am Bruttoinlandsprodukt in H??he von 1,35 Prozent.

Polen dagegen halte sich an die Absprachen, lobte Trump - genau wie die USA. Duda bedankte sich bei Trump und sagte laut ??bersetzerin: "Der wahre Verb??ndete Polens, aber auch der wahre Verb??ndete eines freien Europas, sind die Vereinigten Staaten von Amerika." Er f??gte hinzu: "Wir h??tten Russland gerne als unseren Freund, aber leider zeigt Russland wieder sein sehr unfreundliches, unangenehmes, imperiales Gesicht." Duda betonte, Polen geh??re zum Westen.

mkl/dpa



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