Parlamentswahl Finnische Sozialdemokraten erkl??ren sich zum Wahlsieger

Die Sozialdemokraten liegen bei der Parlamentswahl in Finnland nur knapp vor der rechtspopulistischen Partei Die Finnen - und sehen sich als Gewinner. Die Zentrumspartei des Regierungschefs erkl??rt sich zum "gro??en Verlierer".

Antti Rinne (SDP): Gute Laune auf der Wahlparty in Helsinki
DPA

Antti Rinne (SDP): Gute Laune auf der Wahlparty in Helsinki


Die oppositionellen Sozialdemokraten haben sich trotz eines denkbar knappen Ergebnisses zum Sieger der Parlamentswahl in Finnland erkl??rt. "Zum ersten Mal seit 1999 ist die SDP die Partei des Regierungschefs", sagte Parteichef Antti Rinne am Sonntagabend vor Anh??ngern. Nach Ausz??hlung aller abgegebenen Stimmen erhalten die Sozialdemokraten 40 der 200 Sitze im Parlament - nur einen mehr als die einwanderungsfeindliche Partei Die Finnen.

Rinne erkl??rte, seine Partei sei erstmals seit 1999 wieder die st??rkste Kraft in Finnland geworden. Bis Ende Mai wolle er nun eine Regierung bilden.

Auf Platz drei landete die konservative Nationale Sammlungspartei mit 38 Mandaten. Der bisherige Ministerpr??sident Juha Sipil?? und seine liberale Zentrumspartei kamen mit kr??ftigen Verlusten und 31 Sitzen nur auf Rang vier. Die Wahlbeteiligung lag bei 72 Prozent.

Keine der Parteien erreichte ein F??nftel der Stimmen - das ist ungew??hnlich in Finnland. Die vorl??ufigen 17,7 Prozent f??r die Sozialdemokraten sind im Vergleich zur Parlamentswahl 2015 ein Plus um 1,2 Prozentpunkte.

Sipil?? erkl??rt sich zum "gr????ten Verlierer" des Abends

Nach Ausz??hlung etwa der H??lfte der Stimmen hatte es zuvor noch so ausgesehen, als ob sich die Finnen mit der Zentrumspartei ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz drei lieferten. Sipil?? erkl??rte sich bereits fr??h zum "gr????ten Verlierer" des Abends.

Sipil??s Regierung war im M??rz zur??ckgetreten, weil sich die Koalition nicht auf ein wichtiges Reformpaket im Sozial- und Gesundheitsbereich einigen konnte. Auf Wunsch von Pr??sident Sauli Niinist?? bleibt die Regierung aber bis zur Ernennung einer Nachfolgeregierung im Amt.

Bei der Wahl vor vier Jahren waren Sipil??s Liberale mit 21,1 Prozent noch st??rkste Kraft geworden, woraufhin sie eine Mitte-Rechts-Koalition mit den Konservativen und den Rechtspopulisten eingegangen waren. 2017 spalteten sich die Populisten auf: Die Partei Blaue Zukunft von Au??enminister Timo Soini blieb in der Regierung, die Finnen-Partei um ihren neuen Vorsitzenden Jussi Halla-aho ging in die Opposition.

Halla-aho ??berrascht vom Wahlausgang

"Ich h??tte ein solches Ergebnis nicht erwartet, keiner h??tte dies erwartet", sagte Halla-aho am Sonntagabend. Im Wahlkampf hatten sich Die Finnen auf ein angebliches, von Einwanderern ausgehendes Sicherheitsrisiko konzentriert. Sie kamen nun dem vorl??ufigen Ergebnis zufolge auf 17,5 Prozent der Stimmen.

Die rechtspopulistischen Finnen waren bei der Wahl 2011 ??berraschend drittst??rkste Kraft geworden. Nach einem weiteren Erfolg bei der Wahl 2015 schloss sich die Partei der Mitte-rechts-Regierung an und sah sich dann in der Regierungsverantwortung zu politischen Zugest??ndnissen gezwungen. Halla-aho wurde 2017 Parteichef der Finnen-Partei und sorgte f??r einen Rechtsruck.

lie/AFP/dpa



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Seite 1
dudek 15.04.2019
1. Vernunft und Menschlichkeit...
...haben doch die meisten Anh??nger - Super!
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