Hongkong Regierungschefin nennt Proteste "Aufruhr"

Zehntausende Menschen demonstrieren in Hongkong gegen ein Gesetz f??r Auslieferungen an China. Die Regierungschefin der Sonderverwaltungsregion gei??elt die Proteste als "Aufruhr".

Hongkongs Gouverneurin Carrie Lam
Tyrone Siu/ REUTERS

Hongkongs Gouverneurin Carrie Lam


Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam hat das umstrittene Gesetz verteidigt, das es erstmals erm??glichen w??rde, von Chinas Justiz verd??chtigte Personen an die Volksrepublik auszuliefern. Unter Hinweis auf den Widerstand dagegen sagte die Gouverneurin, sie habe versucht, es zu erkl??ren, damit es verstanden wird. "Wenn jemand denkt, er k??nne Gewalt und Chaos einsetzen, um zu erreichen, was er will, wird es schlimmer, und es wird Hongkong nur schaden."

Die Demonstrationen gegen das Gesetz verurteilte Lam als "Aufruhr". Die Proteste seien "eindeutig organisiert" gewesen, sagte sie in einem Video auf Facebook. "Es ist nichts, was man tut, wenn man Hongkong liebt", sagte Lam. Denn Polizisten, Journalisten, B??rger und Beh??rdenmitarbeiter seien in Mitleidenschaft gezogen worden.

Debatte ??ber das Auslieferungsgesetz wurde verschoben

Bei neuen Protesten gegen das umstrittene Gesetz war es am Mittwoch zu Zusammenst????en mit der Polizei gekommen. Die Sicherheitskr??fte sprachen offiziell ebenfalls wie Regierungschefin Lam von einem "Aufruhr". Wegen der Blockade des Parlaments musste am Mittwoch die geplante Debatte ??ber das Gesetz auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben werden. Polizisten gingen mit Tr??nengas, Pfefferspray, Wasserwerfern, Gummigeschossen und Schlagst??cken gegen Tausende Protestler vor, die den Legislativrat und umliegende Stra??enz??ge belagert hatten.

Demonstranten rissen Absperrgitter ein und bewarfen Polizisten mit Flaschen, Steinen und anderen Gegenst??nden. Es gab mindestens 22 Verletzte und eine unbekannte Zahl von Festnahmen. Die Polizei hatte sich zuerst zur??ckgehalten, ging aber am Nachmittag Ortszeit gegen die Demonstranten vor, die gewaltsam den Legislativrat gest??rmt hatten, wie es offiziell hie??. "Die Polizei musste ihren Einsatz eskalieren, nachdem wiederholte Warnungen ignoriert worden waren."

als/dpa

insgesamt 3 Beitr??ge
Alle Kommentare ??ffnen
Seite 1
seneca55 12.06.2019
1. Aufruhr in HKS? Was k??nnen die Konsequenzen sein??
Wie will die KPChina in Hongkong jetzt die Z??gel - "WIE?" - anziehen, um diesen Aufruhr der 100.000en einzufangen? Hongkong ist doch nicht Beijing, oder? Vielleicht sollten die HKS-Insulaner Trump zu einen Flottenbesuch mit Flugzeugtr??gern bitten, um "170 Jahre Opium-Krieg-Jubil??um" geb??hrend zu begehen und die KP in Beijing an die Vertr??ge mit HKS/UK-1997 zu erinnern, oder?
neanderspezi 12.06.2019
2. Die B??rger Hongkongs werden nun Carrie Lam beurteilen k??nnen
Die Dame ist also bereit ihre Landsleute an die KPCh zu verraten und wird sicher nichts dagegen haben, wenn freiheitsliebende B??rger, die den Vorgaben Pekings zuk??nftig nicht punktgenau folgen wollen, zur Strafe und zur psychologischen Behandlung f??r lange Zeit oder auch noch l??nger an das Reich der Mitte ausgeliefert werden. Wie kam eigentlich die Bev??lkerung Hongkongs dazu, dieser Carrie Lam den Gouverneursposten Hongkongs anzuvertrauen, oder wurde das auch von der KPCh arrangiert. Vielleicht ist die Dame aber auch nur von Peking freundlich gebeten worden, die erw??nschte Ausrichtung der Sonderverwaltungsregion weitestgehend zu f??rdern.
frank.huebner 13.06.2019
3. Erster Schritt zur Gleichschaltung
Hat jemand ernsthaft geglaubt, dass die KPCh es zulassen wird, in Hongkong Meinungs- und Pressefreiheit auf chinesischem Hoheitsgebiet existieren zu lassen? Das ist nur der Anfang, am Ende, in einigen Jahren, wird Hongkong ebenso ein Teil der Diktatur sein wie der Rest Chinas. Das war abzusehen, und jede Emp??rung seitens der Weltpolitik nur Show.
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