Jes??s Santrich Kolumbien setzt hohe Belohnung f??r Festnahme von Ex-Rebellenf??hrer aus

Wo steckt Jes??s Santrich? In Kolumbien r??tselt man ??ber den Verbleib des Rebellenf??hrers. Nun stellt die Regierung Hinweisgebern eine satte Belohnung in Aussicht.

Ex-Rebellenf??hrer Jes??s Santrich im Juni in der kolumbianischen Hauptstadt Bogot??
Fernando Vergara/ AP

Ex-Rebellenf??hrer Jes??s Santrich im Juni in der kolumbianischen Hauptstadt Bogot??


Die kolumbianische Polizei hat eine Belohnung in H??he von bis zu drei Milliarden kolumbianischen Pesos (umgerechnet rund 830.000 Euro) f??r die Festnahme des ehemaligen Farc-Anf??hrers Jes??s Santrich ausgesetzt. Pr??sident Iv??n Duque geht davon aus, dass Santrich ins Nachbarland Venezuela geflohen ist. Die USA werfen dem fr??heren Guerilla-Chef Santrich Drogenhandel vor und fordern seine Auslieferung.

Kolumbiens Polizeichef Oscar Atehortua k??ndigte bei Twitter an, Informationen, die zur Festnahme Santrichs f??hrten, w??rden mit "bis zu drei Milliarden Pesos belohnt".

Santrich war Ende Juni im Norden Kolumbiens verschwunden und am Dienstag nicht zu einem Termin vor dem Obersten Gerichtshof erschienen. (Mehr dazu lesen Sie hier.) Das Gericht ordnete einen Haftbefehl an und bat Interpol um Unterst??tzung. "Wenn ein Land ihn besch??tzt, werden wir es international verurteilen", warnte Kolumbiens Pr??sident Duque.

Der teilweise sehbehinderte Santrich geh??rte zu den Unterh??ndlern des Friedensabkommens von 2016 zwischen Kolumbiens Regierung und den linksgerichteten Rebellen der Revolution??ren Streitkr??fte Kolumbiens (Farc). Die Farc-K??mpfer gaben ihre Waffen ab und wandelten sich in eine politische Partei um. Das Friedensabkommen sah zudem zehn Pl??tze im Parlament f??r die Farc-Partei vor.

Santrich hatte seinen Parlamentssitz im Juli vergangenen Jahres zun??chst nicht antreten k??nnen, weil er drei Monate zuvor auf Dr??ngen der USA verhaftet worden war. Ihm wurde vorgeworfen, an einem Schmuggel von zehn Tonnen Kokain in die USA beteiligt gewesen zu sein. Die USA verlangen deshalb die Auslieferung Santrichs.

Vor sechs Wochen wurde Santrich freigelassen und kurz darauf als Parlamentsabgeordneter vereidigt. Duques rechtskonservative Regierung sprach sich gegen Santrichs Freilassung und f??r seine Auslieferung an die USA aus. Der 52-J??hrige beteuerte stets seine Unschuld und sprach von einer Verschw??rung Washingtons und der kolumbianischen Staatsanwaltschaft, um das Friedensabkommen auszuhebeln.

Das unter Duques Vorg??nger Juan Manuel Santos ausgehandelte Friedensabkommen sieht Sondergerichte vor, die ??ber Kriegs- und Menschenrechtsverbrechen w??hrend des 53-j??hrigen Konflikts urteilen sollen. F??r weniger schwere Verbrechen wurde eine Amnestie beschlossen.

Verbrechen, die ehemalige Farc-F??hrer nach Unterzeichnung des Abkommens begehen, fallen jedoch nicht unter die Amnestie und sollen vor einem normalen Gericht verhandelt werden. F??r sie gilt auch das ausgehandelte Auslieferungsverbot nicht. Die Vorw??rfe gegen Santrich beziehen sich auf die Zeit nach der Unterzeichnung.

asa/AFP



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