Sicherheitsbedenken USA stellen Flugverkehr mit Venezuela ein

Zwischen den USA und Venezuela sollen k??nftig weder Passagier- noch Frachtmaschinen verkehren. Laut dem amerikanischen Verkehrsministerium gebe es Sorgen um die Sicherheit von Reisenden und Personal.

American-Airlines-Maschine im Landeanflug in Arlington
Brendan Smialowski/ AFP

American-Airlines-Maschine im Landeanflug in Arlington


Das amerikanische Verkehrsministerium hat den Luftverkehr mit Venezuela eingestellt. Es gebe in dem s??damerikanischen Land Unruhen auch in der N??he von Flugh??fen - die Sicherheit der Crews sei wom??glich nicht mehr gew??hrleistet, hie?? es in einer Erkl??rung.

Verkehrsministerin Elaine Chao sagte, sie sei mit dem Schritt einer Empfehlung des US-Heimatschutzministeriums gefolgt. Es habe festgestellt, dass die derzeitige Lage in Venezuela die Sicherheit von Passagieren und Luftfahrtpersonal bedrohe, die "in dieses oder aus diesem Land reisen".

Eingestellt werden nun sowohl Passagier- als auch Frachtfl??ge. Kommerzielle Passagier-Direktfl??ge von den USA nach Venezuela werden derzeit aber ohnehin nicht angeboten; Verbindungen existieren nur ??ber Drittl??nder wie beispielsweise Panama.

Die US-Regierung hat im erbitterten Machtkampf in Venezuela Stellung gegen den umstrittenen Staatschef Nicol??s Maduro bezogen. Wie rund 50 weitere L??nder haben die Vereinigten Staaten den Oppositionsf??hrer und selbst ernannten ??bergangspr??sidenten Juan Guaid?? anerkannt. Maduro kann bislang auf die Unterst??tzung gro??er Teile der Armee sowie Kubas und Russlands z??hlen.

Von Opposition dominiertes Parlament kann wieder tagen

Am Dienstag hatten Sicherheitskr??fte das Parlamentsgeb??ude in der Hauptstadt Caracas abgeriegelt. Abgeordnete der Opposition wurden nach eigenen Angaben von der Nationalgarde und vom Inlandsgeheimdienst Sebin am Betreten des Geb??udes gehindert.

Am Mittwoch nun kam das von der Opposition dominierte Parlament wieder zu einer Sitzung zusammen: "Wir tagen wieder", sagte Parlamentspr??sident Guaid??. Um aus der Krise herauszukommen, m??ssten die Menschen in Venezuela "k??mpfen und weitermachen", sagte er. "Und hier ist Ihr Parlament, um Sie zu begleiten und Sie aus dieser Krise herauszuholen."

aar/dpa/AFP



insgesamt 4 Beitr??ge
Alle Kommentare ??ffnen
Seite 1
nurEinGast 16.05.2019
1.
ich vermute mal, man will damit einfach nur Reisende vor venezolanischen Massenvernichtungswaffen sch??tzen. Dass es diese gibt, werden amerikanische Geheimdienste sicher bald glaubhaft beweisen k??nnen. Trumjp isses also nur um das Wohlergehen der Passagiere gelegen, bravo!
undercover_2.0 16.05.2019
2. Unfassbar
Ich finde es unversch??mt, was die USA und die "rund 50 weitere[n] L??nder" sich erlauben. Wie paradox ist das denn bittesch??n einerseits zu behaupten, die Demokratie in den mittleren Osten gebracht zu haben, aber auf der anderen Seite in Venezuela sich gegen den vom Volk demokratisch gew??hlten Pr??sidenten zu stellen und einen Putsch (!!!) - das ist wohlgemerkt das schlimmste, was der Demokratie nur passieren kann - zu unterst??tzen. Unfassbar!
ForistGump2 16.05.2019
3. Die exakte Blaupause zu Chile...
Die Bev??lkerung eines Landes durch wirtschaftliche Sanktionen so lange strangulieren, bis eine Marionette der USA installiert ist.
Idinger 17.05.2019
4. Fairerweise
Zitat von undercover_2.0Ich finde es unversch??mt, was die USA und die "rund 50 weitere[n] L??nder" sich erlauben. Wie paradox ist das denn bittesch??n einerseits zu behaupten, die Demokratie in den mittleren Osten gebracht zu haben, aber auf der anderen Seite in Venezuela sich gegen den vom Volk demokratisch gew??hlten Pr??sidenten zu stellen und einen Putsch (!!!) - das ist wohlgemerkt das schlimmste, was der Demokratie nur passieren kann - zu unterst??tzen. Unfassbar!
sollten Sie Ihren Hinweis, bei Maduro handele es sich um "den vom Volk demokratisch gew??hlten Pr??sidenten", als Ironie kennzeichnen. Sonst w??rden die wenigen Foristen in den Venezuela-Foren, die noch an das Gute im Menschen glauben, v??llig verwirrt.
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