HSV schafft Stadionhymne ab Hamburg, keine Perle

Der HSV hat seinen Kader ver??ndert, die sportliche Leitung ausgetauscht, die Stadionuhr abgestellt - und schafft nun auch noch seine Hymne ab. Lotto King Karls Kultlied wird k??nftig nicht mehr im Stadion gespielt.

Lotto King Karl vor dem Bundesligamatch gegen Hannover 96 am 4. April 2010
Martin Rose/ Bongarts/ Getty Images

Lotto King Karl vor dem Bundesligamatch gegen Hannover 96 am 4. April 2010


Der HSV wird die langj??hrige Stadionhymne "Hamburg, meine Perle" in Zukunft nicht mehr im Volksparkstadion spielen lassen. Das gab der Zweitligist am Donnerstag bekannt. Bislang sang der Hamburger Musiker Lotto King Karl das Lied vor jedem Heimspiel.

"Wir haben diese Entscheidung sehr intensiv durchdacht und besprochen. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass das Lied, das uns viele Jahre begleitet hat, in der aktuellen Situation ??berhaupt nicht mehr zum HSV und zu unserer Haltung passt", sagte Bernd Hoffmann, der Vorstandsvorsitzende der Fu??ball AG.

K??nftig soll kein "immer wiederkehrender musikalischer Live-Auftritt" in die Stadionshow integriert werden, so der HSV in einer Mitteilung.

Lotto King Karl selbst ??u??erte sich auf Facebook zu seinem Aus beim HSV. Bernd Hoffmann habe ihn informiert, dass er k??nftig auch nicht mehr Stadionsprecher sein wird. Es sei eine gro??e Ehre gewesen, "f??r diesen Verein arbeiten zu d??rfen, 14 Jahre sind eine lange Zeit - so lange bin ich nicht einmal zur Schule gegangen." Er wechsele nun "zur??ck auf die andere Seite des Zaunes".

HSV will "inhaltliche Ver??nderung"

An der Hymne hatte der einflussreiche "Supporters Club" zuletzt Kritik ge??bt. Der Text sei laut der Fanvereinigung ??berholt: "Wollen wir mal ehrlich sein? Bremen hat uns ??ber Jahre abgeh??ngt, hat uns am Ende immer geschlagen, wenn es darauf ankam und wir singen: '...gibt's f??r dich hier nix zu holen", hie?? es in einem Facebook-Beitrag.

In den n??chsten Tagen wird auch die Stadionuhr abgebaut. Diese hatte bis zum Abstieg der Hamburger 2018 die Dauer der Bundesliga-Zugeh??rigkeit angezeigt, danach die Zeitspanne der Vereinsexistenz des 1887 gegr??ndeten Klubs. "Nun ist der Zeitpunkt gekommen, an dem wir inhaltlich und personell eine Ver??nderung m??chten", sagte Hoffmann.

svs/dpa/sid

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insgesamt 38 Beitr??ge
Alle Kommentare ??ffnen
Seite 1
zynis 11.07.2019
1. Echt schade
Das sportliche Niveau des HSV & das Niveau dieses Liedchens gingen doch gerade die letzten Jahrzehnte wunderbar Hand in Hand.
Stefan1975 11.07.2019
2. Endlich!
Endlich vollzieht der HSV einen weiteren, deutlichen Schritt in Richtung Neuanfang und Modernisierung. Die Trashhymmne verk??rperte vieles dessen, was der HSV endlich ??berwinden muss. Die st??ndige Referenzierung alter, l??ngst verblichener Erfolge.Das trashig-??berhebliche Gehabe mit der gelispelten Hymmne. Endlich wird der Weg frei gemacht f??r neue, frische, moderne, zeitgem????e Konzepte, die hoffentlich endlich mal kontinuierlich durchgezogen werden und in eine Zukunft f??hren, in der man wieder gerne HSV-Spiele besucht.
RalfHenrichs 11.07.2019
3. "Wir sind Meister und holn den Pokal"
singen die Werderaner. Niemand in Bremen k??me auf die Idee das Lied abzuschaffen, auch wenn nat??rlich jeder in Bremen wei??, dass sie davon Lichtjahre entfernt sind. Eher wird der HSV wieder Erstligist. Aber darauf kommt es doch gar nicht an.
St??ffelesrutscher 11.07.2019
4.
Tja, da hat der HSV eingesehen, dass man nicht ??ber Juve und den BC Bayern singen sollte, wenn es nach F??rth, Wehen und Sandhausen geht ...
Playmaker 11.07.2019
5. Der neue Hamburger Weg ...
... gef??llt mir. Die Uhr und Lotto geh??ren ohnehin in die Asservatenkammer. Wenn man jetzt noch die "falschen Fuffziger" von BILD und MoPo von den Hacken bek??me, k??nnte es wieder aufw??rts gehen, vielleicht sofort oder im Jahr darauf. Boldt, Hoffmann und Hecking werden`s schon schaukeln. Falls sich jedoch erneut die hanseatische (medial inszenierte) Selbstzerfleischung durchsetzt, wird man in Richtung Liga 3 d??mpeln. Mal gucken, wer den neuen Weg mitgehen will und wer nicht ;-)
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