Bildband "Blooms" Bl??hende Fantasie

Blumen sind f??r viele Menschen mit das Sch??nste, was dieser Planet hervorgebracht hat. Kann man sie ??berhaupt noch besser machen? Wie das geht, zeigt jetzt ein Buch mit Ideen der weltbesten Floristen.

a.p. bio/ Phaidon

Wei??e Orchideen, violette Veilchen, Rosen in Orange, Rosa und Pink, leuchtendgr??ne Hortensien - Tausende Bl??ten, vom Boden bis unter die hohen Decken: F??r sein Deb??t bei Dior - gegr??ndet von einem Mann, der Blumen so sehr verehrte wie Frauen - wollte der Designer Raf Simons etwas ganz Besonderes haben. Also beauftragte er den belgischen Blumenk??nstler Mark Colle damit, die f??nf Salons eines Pariser Stadtpalais mit einem Blumenmeer zu fluten. Jeder Raum erhielt seinen eigenen Bl??tenteppich. Die Bilder gingen um die Welt - Aufgabe ??bererf??llt.

Colle, der Mann hinter dem Budenzauber, schaffte es, dass ab dem Sommer 2012 Blumen vielerorts vom Nebendarsteller zur Hauptattraktion wurden. Floristen wurden pl??tzlich zu floralen Designern, die weltweit f??r Fashionshows, Superreichenverm??hlungen und die Luxushotellerie arbeiten sollten. 89 besonders f??hige K??pfe dieser Zunft hat der Kunstbuchverlag Phaidon nun in einem Band versammelt.

"Blooms. Contemporary Floral Design" widmet der Blumenkunst 272 Seiten, wobei die meisten nat??rlich f??r Bilder draufgehen. Auf den restlichen Seiten werden die Macher und ihre Arbeit vorgestellt. Auffallend oft haben die portr??tierten K??nstler und Studios keinen klassischen Floristenhintergrund. Manche sind eher als Allroundkreative unterwegs, andere arbeiten als Chefredakteure oder Parf??meure. Einer wechselte aus der IT-Branche ins Blumenbusiness. Andere sind Stylist und Designer in Personalunion wie Joshua Werber, der f??r seine verg??ngliche Blumenmode bekannt ist.

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Blooms, das ist seine St??rke, versammelt etablierte Gr????en wie Mark Colle zusammen mit Kunsthochschulabsolventen, von denen niemand wei??, ob sie ihr Blumenstudio in zwei Jahren nicht bereits gegen ein anderes Atelier getauscht haben werden.

Auch was die Blumenkompositionen angeht, gibt das Buch einen guten Querschnitt: von riesigen Str??u??en und hedonistischen Arrangements bis hin zu den minimalistischen Kreationen von Girl and Garden, die oft nur aus einem einzigen, aber umso gr????eren Palmblatt bestehen (Yucca oder Coccoloba zum Beispiel).

Unabh??ngig vom Gro??handel

Neue Designans??tze bringen auch neue Produktionsbedingungen mit sich: Besonders zarte Blumen, die sonst eher selten den Weg in Gebinde und Gestecke finden, weil sie sich nicht lange halten, werden im eigenen Garten hinterm Ladengesch??ft gezogen und erst kurz vor dem Binden gepfl??ckt.

??hnlich halten es die schottischen Floraldesigner von Pyrus, die unabh??ngig sein wollten vom niederl??ndischen Blumengro??handel. Die Antwort waren lokale Gew??chse. Ihre Arbeit ist der Beweis, dass "grow local" dabei nicht gleichbedeutend ist mit Verzicht.

Preisabfragezeitpunkt:
24.05.2019, 13:21 Uhr
Ohne Gew??hr

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Phaidon Press
Blooms: Contemporary Floral Design

Verlag:
Phaidon Press
Seiten:
272
Preis:
EUR 21,97

Faszinierend ist auch das Guerilla Gardening von Lewis Miller Design aus New York. Das Team versch??nert den Big Apple mit Luxusbouquets, die unverhofft aus M??lltonnen und U-Bahn-Sch??chten in ihre Stadt hineinragen. Dabei profitieren sie gleich doppelt vom Hype um ihre Branche: Die urbanen Arrangements sollen ausschlie??lich aus Blumen und Bl??ten bestehen, die von anderen Floristen massenhaft entsorgt wurden.

??berirdische Blumengr????e

Der Fairness halber muss gesagt werden, dass nicht alles zwingend neu ist, nur weil die Namen nun andere sind. Vieles, was heute Floral Design hei??t, haben Floristen schon vor Jahrzehnten so oder ??hnlich getan. Das gilt auch f??r die Blumenstecker der japanischen Ikebana-Schulen. Aber die Vielfalt und zugleich Qualit??t, in der heute so unterschiedlichste Positionen floraler Gestaltung nebeneinanderstehen, ist definitiv bemerkenswert.

Der ultimative Meister floraler Dekadenz darf dabei nat??rlich nicht fehlen: Der Japaner Azuma Makoto katapultierte die Blumenkunst 2014 in ungeahnte H??hen, als er einen 50 Jahre alten Bonsai mit Lilien, Orchideen und Iris in die Stratosph??re aufsteigen lie??. Im schwarzen Nichts, vor der leuchtenden Erde als Hintergrund schwebend, entstanden so Blumengr????e, die im wahrsten Sinne des Wortes eines sind: ??berirdisch sch??n.

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