Betrugsverdacht bei Dexcar Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Essener Mietwagenfirma

Kunden sollen um ihr Geld geprellt worden sein: Ein Mietwagenunternehmen aus Nordrhein-Westfalen steht im Verdacht, Autofahrer betrogen zu haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Verkehr auf einer Autobahn in Niedersachsen
Moritz Frankenberg/dpa

Verkehr auf einer Autobahn in Niedersachsen


Die Essener Mietwagenfirma Dexcar steht unter Betrugsverdacht. Die Staatsanwaltschaft Bochum f??hrt ein Ermittlungsverfahren gegen die Verantwortlichen der Autovermietung sowie gegen einen externen Vermittler.

Sie w??rden verd??chtigt, sich des Betruges sowie der strafbaren Werbung schuldig gemacht zu haben, teilte eine Sprecherin der Anklagebeh??rde mit, ohne die Namen der Firmen zu nennen.

Dexcar-Gesch??ftsf??hrer Marco Gai best??tigte am Abend gegen??ber der Nachrichtenagentur dpa die Ermittlungen. Zuvor hatte er der dpa zufolge gegen??ber der "S??ddeutschen Zeitung" und dem WDR, die ??ber den Fall berichtet hatten, alle Vorw??rfe zur??ckgewiesen. Seine Firma sei Opfer einer Verleumdungskampagne.

Zeitung: "Vielzahl von Kunden" betroffen

Das Unternehmen k??nnte laut dem Bericht der Staatsanwaltschaft Zehntausende Autofahrer in mehreren europ??ischen L??ndern mittels eines Schneeballsystems geprellt haben. Im ganzen Bundesgebiet seien "eine Vielzahl von Kunden" betroffen, berichtete die "S??ddeutsche" unter Berufung auf die Anklagebeh??rde.

Der Zeitung zufolge bietet das Unternehmen Autofahrern f??r eine Einmalzahlung an, immer wieder ein neues Mietauto zu fahren - nach einer Wartezeit von maximal zwei Jahren. Viele Kunden warteten jedoch vergebens auf ihre Autos. In ??sterreich und Italien laufen laut dem Bericht ebenfalls Ermittlungen; die Kartellbeh??rde in Rom habe bereits eine Strafe von 400.000 Euro verh??ngt.

Die Bochumer Staatsanwaltschaft teilte lediglich mit, aufgrund der laufenden Ermittlungen w??rden derzeit keine weiteren Einzelheiten bekannt gegeben.

apr/dpa

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